Walter "Schoko" Schachner (Fußballtrainer) über seine Lehre und Karriere
Nach der Volks- und Hauptschule habe ich 1972 die Lehre begonnen.
In der Alpine hat es einige Berufe gegeben, die mich interessiert hätten.
So wollte ich immer Dreher werden, weil mich die vielen Formen, die man aus Metall drehen kann, immer interessierten. Bei Exkursionen konnte man sich verschiedene Berufe anschauen. Bei der Aufnahmeprüfung habe ich besser abgeschnitten als erwartet und wurde Betriebselektriker.
Ich komme aus armen Verhältnissen, musste um 4.30 Uhr aufstehen und um 5.05 Uhr mit dem Bus von St. Michael nach Donawitz in die Arbeit fahren. Von 6.00 uhr bis 14.00 Uhr dauerte die Schicht. Es war keine einfache Zeit.
Neben der Lehrzeit hab ich auch noch etwas Fußball gespielt. Ich wechselte nach dem ersten Lehrjahr von der Gebietsliga in die 2. Bundesliga. Von 6.00 Uhr bis 14.00 Uhr stand ich in der Arbeit, ab 16.00 Uhr gab es Training, und das täglich, was auf Dauer doch sehr anstrengend war.
Ich habe meinen Facharbeiterbrief (Gesellenprüfung) gemacht und bin danach als erster Betriebselektriker 1978 zur Fußball WM nach Argentinien gefahren, wo ich gegen Spanien ein schönes Tor erzielte. Die Folge war, dass ich von da an Fußballprofi wurde.
Ich hatte 2 Berufe, hab mich dann aber für den Fußball entschieden, weil das auch mein Hobby war. Nach der aktiven Karriere wurde ich Trainer, was bis heute mein Beruf ist.
Ob im Sport, im Beruf oder privat: Man muss hart an sich arbeiten, an sich glauben, Disziplin aufbringen. Dann kann man auch was erreichen.
Es beginnt schon in der Schule. Wenn man keine Disziplin hat sich weiterzubilden, dann wird es schwierig. Es gibt auch im Beruf alle Aufstiegsmöglichkeiten, ob Geschäftsführer oder Bankdirektor.
Man sollte Vorbilder haben und ein gesetztes Ziel anstreben.
Das Wichtigste, das ich der Jugend mitgeben kann:
Ich habe mir immer mit Bildern und Gedanken vorgestellt was ich erreichen wollte. Ich hab zwar nicht alles erreicht, aber sehr viel. Als Jugendlicher muss man Visionen und Ziele haben. Sonst wird man es schwer haben.
Walter Schachner: "Man muss Visionen und Vorbilder haben und klare Ziele verfolgen"
Christian
Klien
Statement exklusiv nur für http://www.lehrberuf.info/referenzen/prominente.html (Österreich)
Ich
habe kürzlich gelesen, dass mehr als 45% aller Jugendlichen
mit ihrem eingeschlagenen Berufsweg unzufrieden sind. Fast
die Hälfte würde heute einen anderen Beruf wählen.
Umso wichtiger finde ich es, dass man sich nach dem Schulabschluss
auf www.lehrberuf.info
heute genau über die Details jedes Lehrberufes erkundigen
kann.
Denn die richtige Information im entscheidenden Moment ist
nicht nur in der Formel 1 ein wichtiger Erfolgsfaktor.
Ich
selbst habe eine Lehre als Blechschlosser bei der Fa. Ender
in Altach gemacht, die in vielerlei Hinsicht eine gute Schule
war. Letztendlich wusste ich ja mit 15 noch nicht, ob mein
Traum, einmal Formel 1 zu fahren auch wirklich wahr werden
würde. Unter der Woche stand ich tagtäglich im
Betrieb, am Wochenende fuhr ich dann auf irgendeiner Rennstrecke
in Europa meine Rennen. Oft kamen wir sonntags erst weit
nach Mitternacht nach Hause und um 7 Uhr früh musste
ich natürlich wieder am Arbeitsplatz sein. Diese Zeit
hat mir sehr viel Disziplin abverlangt, aber auch gezeigt,
wie man in Teamarbeit Aufgaben gemeinsam bewältigen
kann - alles Erfahrungen, die ich bis heute im Spitzensport
gut brauchen kann.
Ich
hatte das große Glück, dass mein Lehrherr ein
Herz für den Sport hatte und hat. So führte einer
unserer Betriebsausflüge an den Norisring in Nürnberg,
wo mich die Arbeitskollegen dann beim Formel 3-Rennen anfeuerten.
Ich bekam in Ausnahmefällen auch relativ problemlos
frei, wenn ich mal an einem Freitag an der Rennstrecke im
Einsatz sein sollte. Wie immer im Leben muss man solches
Vertrauen rechtfertigen und ich habe den Kontakt auch nicht
abreißen lassen, als ich bereits mein Cockpit in der
Formel 1 hatte.
Diepoldsau
12-12-2008
Statement
von Michaela Dorfmeister
(Weltcup- und Olympiasiegerin)
Vorerst möchte ich mich sehr
herzlich für das Interesse an meiner Person bedanken.
Ich persönlich finde es total
toll, dass Ihr so vielen Lehrstellensuchenden eine Hilfe bietet
und sicher auch viele Tore zu einem erfolgreichen Berufsleben
öffnet.
Arbeitslosigkeit ist aber dennoch
ein Thema, das heutzutage von den Medien leider kaum mehr wegzudenken
ist. Gerade deshalb finde ich es ganz besonders wichtig, eine
fundierte Ausbildung genießen zu können. Meiner Meinung
nach ist es egal, ob man maturiert und studiert oder eine Lehre
macht, Hauptsache man kann einen Abschluss vorweisen. Leider ist
es im Alter von 14 oder 15 Jahren sehr schwierig sich für
etwas zu entscheiden, das man dann das ganze Leben machen sollte.
Wenn nach der ersten Ausbildung viele Hoffnungen nicht erfüllt
werden, sollte man den Kopf dennoch nicht hängen lassen.
Ich weiß das sicher ganz genau. Ich habe oft genug kämpfen
müssen, aber lasst euch sagen, nach jedem Tief kommt ein
Hoch. Für das Berufsleben gesehen meine ich damit, dass man
- wenn möglich - vielleicht über eine weitere Ausbildung
oder eine Umschulung nachdenken sollte. Solange man keine Kinder
hat, ist so etwas sicher relativ leicht machbar.
Ich wünsche allen Schülern
und Lehrstellensuchenden für die Zukunft ganz viel Erfolg!
Eure Michi Dorfmeister
"Non
scholae sed vitae discimus!" Nicht
für die Schule, sondern für das Leben lernen wir! Wenn
das immer so einfach wäre! Denke ich an meine Schulzeit zurück,
so war natürlich auch damals nicht immer alles nur für`s
Leben gelernt. Oftmals hätte ich mir praxisnäheren Unterricht
gewünscht - in Form eines tollen Projektes, in Form einer
lässigen Schülerzeitung zum Beispiel oder bei zahlreichen
Exkursionen.
Wie
dem auch sei - irgendwann kommt dann jeder drauf und merkt, dass
das Lernen mit Ende der Schulzeit nicht vorbei ist, sondern noch
einmal neu beginnt. Dann geht`s in die Lebensschule, die erst
recht nicht einfach ist. Wir lernen weiter, verkraften Rückschläge,
werden stärker durch Erfolge, entwickeln Persönlichkeit.
Mit positiver Lebenseinstellung sind all diese Ereignisse leicht
bewältigbar und lassen jeden von uns reifen.
Je früher dieser Reifungsprozess einsetzt, umso besser.Deshalb halte ich das Konzipieren
einer Schülerzeitung, das gemeinsame Arbeiten an einem doch
großen Projekt wie die Lehrstellenbörse www.lehrberuf.info,
für einen wichtigen Schritt in Richtung späteres Berufsleben.
Foto
Quelle: http://www.assinger.at
Alles Gute weiterhin und viel Glück!
Armin
Assinger
Eine der ersten wichtigen
Entscheidungen eines Teenagers ist die Berufswahl.
Zu meiner Zeit wurden in der Schule darüber Vorträge
gehalten. Wenn man sich für eine Lehre entschieden
hat, wusste man nicht, wo man hingeht oder an wen man
sich wenden sollte.
Heute kann das Internet die
Suche wesentlich vereinfachen und beschleunigen. Vor allem,
wenn man die großartige Plattform der Lehrstellenbörse
(www.lehrberuf.info) aufsucht.
Dass diese Plattform höchst erfolgreich arbeitet,
ist selbstredend, wenn man diese Site einmal besucht hat.
Eine großartige Einrichtung, die vielen Menschen
somit auf den richtigen Weg geholfen hat bzw. helfen wird.
Alles Gute wünscht für die Zukunft!
Eure Elisabeth Engstler
Foto:
ORF
Thomas
Brezina
Autor
Foto: Thomas Brezina
Was ist wirklich
wichtig?
Wichtig ist,
jeden Tag in der Früh aufzustehen und sich auf den Tag zu
freuen.
Jeder Tag in unserem Leben kommt nur ein einziges Mal und es liegt
an uns, das Allerbeste daraus zu machen.
Ist das immer
einfach?
Nein!
Manchmal sagen
Leute zu mir: Ach, du hast es gut, bei dir läuft immer alles
ausgezeichnet, du hast Erfolg, du brauchst dir niemals Sorgen
zu machen.
Das
ist ein Irrtum. Ganz egal wer du bist, was du tust, wie weit du
es gebracht hast - jeden Tag erlebst du kleine und große
Sachen, die dich freuen und andere, die du weniger magst. Aus
diesen Situationen aber das Beste zu machen, das ist die Kunst
im Leben.
Mit unserem
Beruf verbringen wir ein Drittel jedes Tages. Leute, die immer
nur das Wochenende herbeisehnen, den Urlaub oder sogar die Pension,
tun mir wirklich leid. Wie unglücklich müssen sie sein.
Eurer
Schule gratuliere ich zu den Möglichkeiten die sie euch gibt,
einen Beruf zu finden, der zu euch passt und den ihr wirklich
ausüben wollt.
Euch möchte
ich allen Mut machen, wirklich die Tätigkeit zu ergreifen,
die euch begeistert. Nützt jede Chance und jede Gelegenheit,
um diesen Beruf für euch zu bestimmen, die beste Ausbildung
zu bekommen und dann mit viel Lust und Begeisterung eure Laufbahn
zu beginnen.
Ihr werdet
vielleicht lachen, aber ich meine das Folgende sehr ernst: Ich
kenne Klofrauen, die ihre Toiletten führen wie ein Hotel
und diesen Beruf wirklich lieben. Sie strahlen, wenn man ihr Stilles
Örtchen aufsucht, haben immer ein freundliches Wort und können
köstliche Geschichten erzählen. So jemand beeindruckt
mich viel mehr, als Manager mit dicken Gehältern, die schon
mit dreißig Jahren uralt aussehen und mit ihrer schlechten
Laune anderen das Leben schwer machen.
Bleibt auf
der Spur, wenn es darum geht, euer Leben zu gestalten und zu finden,
was ihr am liebsten tun wollt!
Dazu wünsche ich euch das Beste und alles Gute!
Beste Grüße,
Thomas Brezina
Arabella
Kiesbauer
Moderatorin Schauspielerin
Ein Beitrag von Arabella Kiesbauer zu den Projekten Schülerzeitung
und www.lehrberuf.info.
Dass der Wunsch
an mich herangetragen wird, ich möge doch bitte das Vorwort
für eine Schülerzeitung schreiben, ist an sich nichts
Ungewöhnliches. "Schickt mir doch bitte ein Exemplar,
dann kann ich mir ein Bild machen, was Euch bewegt, welche Themen
Euch interessieren."
Knapp zwei Wochen später hielt ich die PTS News 2006 in Händen
und siehe da- die Überraschung war groß: das war eine
äußerst professionelle Angelegenheit mit sorgfältig
recherchierten Beiträgen zum Thema Tierschutz, Unterstützungserklärungen
zahlreicher Prominenter wie André Heller, Erika Pluhar
und Ludwig Hirsch. Darüber hinaus jede Menge Kooperationen
mit der Wirtschaft. Ich war beeindruckt.
Und las nach: da gab es anscheinend neben den Redakteuren auch
einen Netzwerktechniker, eine Werbeabteilung, einen Geschäftsführer.
Strukturen wie in einer Firma - die Absicht: hier sollen
Schüler auf das Berufsleben vorbereitet werden.
Die Idee gefällt mir außerordentlich gut, war es doch
gerade die mangelnde Praxisorientiertheit, die antiquierte Art
Wissen zu vermitteln, die ich an meiner eigenen Schulzeit zu bemängeln
habe.
Ich beneide Euch um diese Erfahrung, die Euch den Start ins Berufsleben
sicherlich erleichtern wird.
Und ich möchte Euch für ein Thema begeistern, das mir
ganz besonders am Herzen liegt: eine gelungene Integration.
Was können wir tun, damit Menschen unterschiedlicher Herkunft,
aber mit einer gemeinsamen Zukunft, harmonisch miteinander leben?
Wie geben wir Menschen mit Migrationshintergrund alle Möglichkeiten
auf eine chancengleiche Entwicklung?
Wie schaffen wir es, dass die Gesellschaft erkennt, welche Chancen
und Potentiale in der kulturellen Vielfalt stecken und diese nutzt?
Wenn sich jeder dazu ein paar Gedanken macht, dann können
wir unsere Zukunft gemeinsam gestalten- was kann es Produktiveres
geben?
Es liegt in jeder Hinsicht an Euch- aber nur Mut, Ihr schafft
das!
Alles Liebe
Arabella
Alfons
Haider
Entertainer
Schauspieler
Moderator
Kabarettist
Musicaldarsteller
Sänger
Eine Schülerzeitung steht in der Tradition,
nur für die Schüler selbst eine Bedeutung zu haben.
Eure Zeitung schafft jedoch bereits den Sprung, für eine
viel größere Lesergruppe interessant zu sein. Informativ
über die Aktionen zur Tierschutzkampagne 2006 zu berichten,
und damit diesem Projekt die verdiente 2. Aufmerksamkeit in der
Publikation zu verleihen, zeichnet diese Zeitung aus.
Und das Projekt www.lehrberuf.info
ist beispielhaft, wie aus einer Redaktionsidee die benutzerfreundlichste
Lehrstellenbörse Österreichs mit Tausenden Lehrstellen
entstehen kann.
Ein gutes Beispiel für praxisorientierten Unterricht,
der nicht nur den Schülern der eigenen Schule nützt,
sondern Jugendlichen und Lehrstellensuchenden in ganz Österreich.
Alfons Haider
Wolfgang
Hüttner
ORF-Radiomoderator
Information...Information und nochmals Information.
Es gibt kaum einen Begriff in unserer
Gesellschaft welcher in Zeiten wie diesen derart geprägt
ist, aber auch strapaziert wird und werden muss. Durch
die Schnelllebigkeit von Gesellschaft und Wirtschaft ist die
Information wichtiger denn je.
Um "up to date" zu sein, ist erstklassige
Information von größter Bedeutung. Deshalb ist auch
der Stellenwert Eurer Schülerzeitung nicht hoch genug zu
bewerten. Radio- oder TV-Beiträge sind schnell vergänglich.
Man hört oder sieht sie meist einmal – und dann ist
es auch schon wieder „Schnee von Gestern“.
Deshalb ist es von größter Bedeutung
schulische Angelegenheiten, vom Schüler bis zum Lehrer,
vom Unterrichtesgegenstand, die Praktiken bishin zu den Aktivitäten
in Form einer Schülerzeitung zu dokumentieren oder in Form
der Lehrstellenbörse www.lehrberuf.info
viele nützliche Informationen zu sammeln und der Öffentlichkeit
zur Verfügung zu stellen.
Ich finde es super, denn durch eine Schülerzeitung
haben auch Menschen, welche nicht unmittelbar mit dem Schulwesen
be- und vertraut sind die ideale Möglichkeit sich damit
zu identifizieren bzw. es zumindest zu versuchen. Die Botschaften
aus den vier Wänden - sprich Schule - hinauszutragen
ist eine wichtige Kommunikationsmöglichkeit, auf diverse
Aktivitäten in den verschiedensten Bereichen aufmerksam
zu machen. Außerdem fördert Eure journalistische
Zusammenarbeit auch die Kollegialität und Freundschaft schulintern.
Damit verbunden ist auch eine gute Basis betreffend die Zusammenarbeit
mit den Lehrkräften.
Ich finde es bemerkenswert, dass auch die
Schüler der Polytechnischen Schule in Enns die so genannte
Freiheit der Kreativität haben. Das kommt der Redakteursfreiheit
im Journalismus gleich.
Möge diese journalistische Freiheit und
die damit verbundene Kreativität auch weiterhin zum Gelingen
Eurer Projekte beitragen.
Mit lieben Grüßen
Wolfgang Hüttner (ORF Oberösterreich)
Foto: Hüttner
Harry
Prünster Moderator
Sänger & Musiker
Da meine
Tochter gerade das 9. Schuljahr absolviert, bin ich mit den Sorgen,
Leidenschaften, Trends ... und auch den Launen eines 15jährigen
recht gut vertraut. Wenn wir miteinander plaudern, sprechen wir
auch oft über die Gefahren, denen Jugendliche heute ausgesetzt
sind.
Ach, um wie viel einfacher verlief meine Jugend. Es gab nur einmal
pro Woche, und zwar am Mittwochnachmittag ab 16.30 Uhr Fernsehen.
Computer, Dauerberieselung durch irgendwelche Lautsprecher, Reizüberflutung
an megabreiten Plakatwänden, Leuchtreklamen, wo du nur hinsiehst
... all das existierte noch nicht.
Es war uns gegönnt, sich auf das, was einem wichtig erschien,
voll zu konzentrieren. Die Nachmittagsgestaltung forderte unsere
Kreativität: Wir spielten Fußball, erlernten ein Instrument,
versuchten uns als Schauspieler, frisierten unsere Mopeds auf,
gründeten einen Hobbyclub ... Wir setzten einfach Ideen um
und fanden stets Gleichgesinnte, die entweder einfach mitmachten
oder uns zu neuen Herausforderungen anspornten. Langweilig war
uns nie! Manchmal ärgerten wir uns über die Schule,
weil sie uns so viel Zeit von unseren wirklich "wichtigen"
Arbeiten abzog.
Und wie ist das heute?
Spielplätze
- und da meine ich jetzt jeden Acker, jedes Waldstück, jeden
Teich, der sich für Freizeitgestaltung eignet – müssen
Wohnsilos, Einkaufszentren, Gewerbegebieten u. v. m. weichen.
Man hat einfach keinen Platz mehr, um aufgestaute Energie abzulassen.
Es bleiben lediglich diese künstlich errichteten Asphaltghettos,
auf denen lieblos ein zerrissenes Volleyballnetz und ein verbogener
Basketballkorb hängen. Kein Wunder, dass diese wenig einladenden
"Alibi-Plätze" vielen Jugendlichen keinerlei Motivation
bieten. Was bleibt also übrig? Computerspiele, Fernsehen
und iPod-hören bis zum Abwinken.
Je mehr man sich jedoch in diese meist im Solobetrieb funktionierenden
Tätigkeiten verstrickt, umso mehr verlernt man soziales Verhalten.
Man igelt sich ein und verliert in der Folge auch jegliche Motivation;
ja, man stumpft ab! Daraus resultieren wieder weitere Gefahren,
denn
wie viele haben nur aus Langeweile zu Alkohol und Nikotin gegriffen
- wohl wissend - dass diese häufig Auslöser für
viel Schlimmeres sind.
Liebe Schülerinnen
und Schüler, ob man gerne in die Schule geht oder nicht,
das ist eigentlich nicht von Bedeutung. Jeden Tag etwas Neues
zu lernen, das sollte jedem ein Bedürfnis sein. 52 % der
Österreicher arbeiten nicht im Beruf, den sie erlernt haben.
Sie haben jedoch eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung und
nützen diese für eine neue Herausforderung.
Oft entdeckt man erst später seine wahren Talente, und es
ist NIE zu spät, diese zu fördern und zu nützen;
auch wenn es einer mehr oder weniger großen Umstellung bedarf.
Also verliert bitte nie eure Motivation und versucht stets das
anzustreben bzw. zu verwirklichen, was euch Freude bereitet. Steckt
euch erreichbare Ziele! Denn es gibt nichts Schlimmeres, als jeden
Tag eine Arbeit zu verrichten, die einen nervt bzw. unglücklich
macht.
Harry Prünster
Obwohl
es auch viele anstrengende Momente gegeben hat, denke ich trotzdem
sehr gerne an meine Schulzeit zurück. Es ist ganz einfach
eine Zeit im Leben, die man in dieser Form nicht wieder erleben
wird: Man trifft jeden Tag Freunde, hat gar nicht wenig Freizeit
und was das Wichtigste ist, man erhält "nebenbei"
auch noch Bildung.
Bildung ist
für mich überhaupt eines der wichtigsten Ziele, die
sich ein junger Mensch setzen sollte. Auch wenn man es nicht sofort
bemerkt, verfolgt einen die Bildung doch sein ganzes Leben lang,
in kleinen und größeren Angelegenheiten. Mir ist klar,
dass man diesen Aspekt als Schüler nur schwer verstehen kann,
vor allem, wenn man auch Sachen lernen muss, die einem gar nicht
liegen. Nichtsdestotrotz sollte man versuchen, möglichst
viel aus der Schule mitzunehmen - es lohnt sich!
Was mich persönlich
betrifft, hätte ich meine Schulausbildung selbst bei einem
relativ großen Erfolg wie dem Starmania-Sieg 2003 nicht
abgebrochen - obwohl die Versuchung in solchen Fällen zugegebenermaßen
relativ hoch ist. So bin ich seit längerem auch wieder dabei,
mein Informatikstudium in Innsbruck abzuschließen: ich mache
zwar immer noch Musik nebenher, aber die Ausbildung nimmt einem
niemand mehr - und vor allem kann man sich mit abgeschlossener
Ausbildung viel gelassener dem Bereich widmen, der einem am meisten
zusagt.
Natürlich
nützt eine rein theoretische Bildung nicht viel, wenn man
es nicht in der Praxis umsetzen kann. Umso mehr freut es mich,
dass mit der Lehrstellenbörse ein Instrument geschaffen wurde,
mit dem das theoretisch erworbene Wissen in optimalem Rahmen praktisch
erprobt werden kann. Ich selbst habe während meiner HTL-Zeit
auch fast jeden Sommer ferial-gearbeitet und kann sagen, dass
dies immer sehr viel gebracht hat, weil es einfach in der Praxis
immer anders ausschaut als in der Theorie.
Dass Jugendliche sich innerhalb der Lehrstellenbörse zusätzlich
gegenseitig helfen, möglichst rasch eine Lehrstelle zu finden,
finde ich eine super Idee, die einfach unterstützt gehört.
In diesem
Sinne wünsche ich allen Schülern ein erfolgreiches Schuljahr,
und allen Schulabgängern einen schnellen und guten Arbeitsbeginn,
mit lieben
Grüßen,
Michael Tschuggnall
Nicht
immer werden Träume war, Träume vom Traumberuf.
Als Kind hat man meist Vorstellungen, die vom "wahren Leben"
weggewischt werden.
Ernüchterung, Vernunft, Sicherheitsdenken und Ängste
machen uns sehr oft zu dem, was wir eigentlich nie sein wollten.
"Lern was Gscheites" - das hat wohl schon jeder einmal
gehört.
Ich wünsche
allen Jugendlichen, dass sie wie ich das Glück haben, mit
einem Beruf, der
ihr Leben erfüllt, den Lebensunterhalt verdienen zu dürfen.
Und die Lehrstellenbörse
der Polytechnischen Schule Enns soll euch dabei eine große
Hilfe sein.
Eurer Ludwig
Hirsch
Der
Turm
lch weiß noch genau, ich war vielleicht fünf
Jahre alt, da hab' ich mir von Mutter einen Strumpf über
den Kopf gezogen, bin damit runter zur Milchfrau und hab'
gebrüllt: "Fruchtjoghurt oder Leben!"
Sie haben mich zur Strafe den ganzen Tag in mein Zimmer
gesperrt, haben die Vorhänge zugezogen, die Glühbirne
aus der Fassung geschraubt und mich mit der Dunkelheit und
einer Fliege, die da irgendwo zwischen Vorhang und Fenster
herumlärmte, allein gelassen.
Ich hab' mich hing'setzt und hab' begonnen, aus meinen Träumen
einen Turm zu errichten.
Einen Turm, bis zum Himmel hoch.
Und ich und meine Freunde, der Franz, der Jakob, der Thomas
und auch die kleine Hildi, wir zogen durch die Straßen
und riefen alle Kinder der Welt zusammen und luden sie ein,
mit uns in den Turm zu ziehen. Ja, und das taten sie dann
auch.
Und wir sprachen alle die gleiche Sprache, lebten in Frieden,
waren frei und glücklich bis zum Himmel hoch, und niemand
konnte uns stören dabei, denn vor dem großen
Eingangstor war eine gewaltige, feuerspeiende Fliege postiert,
die uns beschützte.
Und ich weiß noch genau, plötzlich polterte mein
Vater ins Zimmer, mit seinen schwarzen, schweren Schuhen,
die er immer trug. Er riß die Vorhänge auf, schraubte
die Glühbirne in die Fassung, erschlug die Fliege und
rief: "Ausgeträumt mein Sohn! Raus!"
Da fiel mein Turm in sich zusammen, und alle Kinder der
Welt waren wieder, wie auf einen Schlag, über die ganze
Erde zerstreut, und keiner verstand mehr die Sprache des
anderen.
Und ich ging runter auf die Straße, traf dort den
Franz, den Jakob, den Thomas und die kleine Hildi und erzählte
ihnen meine Traumgeschichte.
Und an diesem Nachmittag beschloss der Franz, nicht Verhaltensforscher,
sondern Ziegelhersteller, der Jakob nicht mehr Astronaut,
sondern Technischer Zeichner zu werden,
der Thomas beschloss, Architektur zu studieren, die kleine
Hildi wollte sowieso immer Maurer lernen, und ich beschloss,
ganz einfach Träumeerzähler zu werden.
Und wir schworen uns hoch und heilig: "Bald, sehr bald
bauen wir einen Turm. Einen Turm, bis zum Himmel hoch!"
Mit 1 (!)
Klick zur Lehrstelle ist der Slogan von www.lehrberuf.info.
Und es stimmt, die Lehrstellensuche gestaltet sich hier besonders
einfach und zielführend.
Wer
auf www.lehrberuf.info nach
Lehrstellen sucht, wird daran erinnert, dass es auch Menschen
gibt, die in ihrem Leben weniger Chancen mitbekommen haben als
andere Menschen mit Beeinträchtigungen, Lernschwächen
oder sozialen Problemen.
Das soziale
Engagement von Lehrberuf.info hebt diese Lehrstellenbörse
besonders hervor. Es ist sozusagen eine "Lehrstellenbörse
mit Herz". Hier geht es nicht nur darum, dass die Besten
der Besten einen Job finden, sondern auch diejenigen jungen Menschen,
die auf ihren Weg ins Berufsleben besondere Unterstützung
und Begleitung brauchen."
Die Kooperation
von www.lehrberuf.info mit den sozialen Einrichtungen wie Bundessozialamt,
Volkshilfe, Hilfswerk, Clearing, katholische Jugend und Institut
für Suchtprävention hebt den sozialen Anspruch besonders
hervor und macht diese Lehrstellenbörse zu einer besonders
unterstützenswerten Sache.
Es bleibt
zu hoffen, dass durch diese Initiative viele Unternehmen angeregt
werden, vielen Jugendlichen mit Beeinträchtigung eine Chance
auf einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. Es gibt
viele begleitende Maßnahmen, die eine integrative Berufsausbildung
sowohl für den Lehrling als auch für die Firma wesentlich
erleichtern.
Viele dieser Jugendlichen sind besonders dankbar für die
Chance die sie erhalten und dementsprechend groß ist auch
ihr Einsatz und ihr Engagement im Betrieb.
Es gibt diesbezüglich
viele positive Beispiele.
Was mich auch
sehr beeindruckt, ist, dass Schüler der Polytechnischen Schule
Enns sich freiwillig zur Mitarbeit an der Lehrstellenbörse
melden können und sozusagen Jugendliche für Jugendliche
arbeiten. Gemeinsam ist man stark.
Es geht nichts
über einen praxisorientierten Unterricht. "Training
on the job" ist dafür der richtige Begriff. Wer viel
ausprobiert, der wird für´s Leben lernen, ohne Prüfungsangst,
ohne Stress und ohne Noten, dafür aber mit Spaß. Und
Spaß am Lernen ist uns ja ohnehin im Leben schon allzu oft
verloren gegangen. Lehrberuf.info
erscheint mir auch als Unterrichtsprojekt eine kreative Abwechslung
und große Bereicherung zu sein.
Ich bin überzeugt,
dass dieses Projekt, welches inzwischen zur zweitgrößten
Lehrstellenbörse Österreichs herangewachsen ist, noch
vielen Menschen bei der Suche nach der Lebensgrundlage - nämlich
einer Arbeit- eine große Hilfe sein wird.
Und dafür
gratuliere ich ganz herzlich allen daran Beteiligten und wünsche
auch weiterhin noch viel Erfolg.
Ihr Erwin
Buchinger
Dr. Erwin
Buchinger
Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz
Foto:
bmsk (Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz)
Liebe
Jugendliche!
Wir
im ORF haben in den letzten Wochen eine Art intensive Projekt-Arbeit
betrieben, bei der Erarbeitung der neuen Sendungen für die große
ORF-Programmreform. Obwohl die meisten von uns viel Erfahrung mitbringen,
haben wir doch jede Menge neues erfahren. Es war eine intensive Team-Arbeit,
die viele Fähigkeiten erfordert: Flexibilität, Zähigkeit,
Nachhaltigkeit, Innovationsgeist und Durchhaltevermögen - die Tage
sind lang, die Nächte kurz.
Schließlich
ist es darum gegangen, viele Sendungen auf völlig neue Beine zu
stellen, und gleichzeitig das "alte" Programm wie gewohnt
abzuwickeln. Technik, Grafik, Redaktion und Regie haben so richtig hineinbeißen
müssen. Trotzdem sind wir alle mit viel Freude bei der Arbeit -
weil wir das tun, was wir gerne tun.
Das
ist für mich DER Schlüssel zum Erfolg, der in jedem Metier
zuverlässig wirkt. Gleichzeitig hatte ich in der letzten Zeit privat
viel mit Handwerkern zu tun, und es war eine echte Offenbarung, mit
welchem Engagement sie an die Arbeit gegangen sind. Es hat ihnen sichtlich
Spaß gemacht, etwas Schönes, Neues zu gestalten. Ich habe
beim Zuschauen
(und teilweise auch beim dilettantischen Mitmachen) viel gelernt - vor
allem, dass gelernt sein will, was man tut. Meine
Hochachtung vor den Skills dieser Leute!
Zuweilen
habe ich mich gefühlt wie ein Lehrling - und das war eigentlich
ein schönes Gefühl. Wie vielfältig die Entwicklungsmöglichkeiten
da sind, das ist der Lehrstellenbörse www.lehrberuf.info
zu entnehmen - ein unglaublich breites Angebot. Ob Tischler oder Industriekaufmann,
Friseur oder Installateur, jeder Beruf hat seine Reize und seine
Chancen. Ihr müsst also nur noch zupacken....
Viel
Erfolg wünscht
Ingrid Thurnher
Foto:
ORF
Die
Schule durchzieht mein Leben wie ein roter Faden. Zuerst als Schüler,
dann als Schulhelfer, dann als Hauptschulpädagoge, dann als Lehrerausbildner
beschäftigte mich das Thema Schule viele Jahre meiner Kindheit,
Jugend und des frühen Erwachsenenalters.
Und
als ich dann 1955 bei der Wiedergeburt eines Österreichischen Rundfunks
mitarbeiten durfte, hat mich auch wieder das Thema Bildung nun
im Fernsehen gereizt. Schulfernsehen, Erwachsenenbildung
das waren im damaligen Nachkriegsösterreich Felder, in denen vieles
brachlag, wo man zupacken, Ideen haben, interessieren und begeistern
konnte.
Begeisterung
ist meines Erachtens ein Schlüsselwort jeglicher geistigen Betätigung.
Ohne Begeisterung wecken zu können ist keine Bildung, keine Ausbildung
denkbar. Das werdet Ihr wahrscheinlich auch genauso sehen: Ein Lehrer,
der nicht begeistern kann, der kann sich brausen gehen.
Umgekehrt können auch auf den ersten Blick sehr spröde Themen
Mathematik, Geschichte, vieles andere mehr von einem mitreißenden
Lehrer oder einer Lehrerin so dargestellt werden, dass eine sonst elendslange
50-Minuten-Schulstunde im Flug vergeht.
Diese
Begeisterung, mit der ich Lehrer und Lehrerausbildner war, die habe
ich dann mit in meinen zweiten Beruf als Journalist und Fernsehmacher
genommen. Und ich habe sich auch nicht unterwegs verloren, als ich meine
dritte Laufbahn als Politiker einschlug.
Die
Begeisterung hat noch eine gleichberechtigte Zwillingsschwester: Die
Neugier. Ein Lehrer ohne Neugier ist ein Schlafmittel. Ein Journalist
ohne Neugier hat seinen Beruf verfehlt. Ein Politiker ohne Neugier ist
eine Katastrophe für alle. Ich habe eine ganze Menge Politiker
die nicht mit der lebenswichtigen Körperfunktion der Wissbegierigkeit
ausgestattet waren, kennengelernt - und zu Recht sind sie alle in Vergessenheit
geraten. Aber die wissbegierigsten unter ihnen waren auch jene, die
bis heute präsent sind.
Es
waren keine leichten Zeiten, als ich ins Berufsleben eintrat. Aber es
waren spannende Zeiten. Und so ist es auch heute für Euch: Es ist
nicht leicht, in einer immer schneller werdenden Wirtschaftswelt seinen
Platz zu finden. Es ist nicht leicht, sich bereits mit 15 oder noch
früher entscheiden zu müssen, welche Talente man bei sich
selbst brachliegen und welche man fördern sollte. Aber es ist auch
heute eine spannende Zeit. Weil Euch heute sehr viele Türen offenstehen,
wenn Ihr aus Euren Talenten etwas gemacht habt. Weil ein tüchtiger,
technisch versierter, kaufmännisch begabter junger Mensch heute
ohne große Hürden seine Dienste auch in vielen europäischen
Ländern anbieten kann und weil damit die Möglichkeiten gewachsen
sind, jenen Beruf auszuüben, der einem auch noch in zehn, zwanzig
oder dreißig Jahren Spaß macht.
Mein
Leben lehrte mich, dass es auch nicht falsch ist, den Beruf ein oder
zwei Mal zu wechseln. Ich dachte wohl nur entfernt daran, einst Journalist
zu werden, als ich meinen Vater von seiner Arbeit erzählen hörte
mein Vater war in einem großen Zeitungsverlag beschäftigt
und war dort für die Zustellung der Zeitungen (heute nennt man
das Logistik) verantwortlich. Und so wurde ich auch zuerst Lehrer, bevor
mich dann doch der in Jugendjahren bereits vertraute Journalismus einfing.
Damit
bin ich wieder bei der Begeisterung und bei der Neugier: Wenn Ihr Begeisterung
für eine Sache entwickeln könnt, dann lasst Euch auch nicht
davon abbringen, sie weiter zu verfolgen. Überzeugt Eure Eltern,
dass Sie Euch dabei unterstützen! Und wenn diese Begeisterung nicht
mehr da ist, dann fragt Euch selbst, ob Ihr sie bei einer anderen Tätigkeit
vielleicht wieder entdecken könntet. Schul- und Lehrjahre sind
oft mühsame Jahre. Klar, wer hat sich nicht in der Schule fadisiert?
Wer hat nicht einen Ausbildner zum Gähnen gefunden? Andererseits:
Wann, wenn nicht jetzt, habt Ihr Zeit, Dinge auszuprobieren, Eure Interessen
genau zu erforschen, Eure Talente einer Probe zu unterziehen!
Nutzt
diese Zeit des Lernens, des Entdeckens, der Neugier und der Begeisterung!
Und nehmt das Gelernte, die Neugier, die Begeisterung mit in Euer Erwachsenenleben!
Dann werdet ihr einmal so wie ich als mittlerweile 80jähriger sagen
können: Ja, es hat sich gelohnt, etwas gelernt und erfahren zu
haben! Ja, es hat sich gelohnt, immer wieder aufs Neue lernen und erfahren
zu wollen!
Alles
Gute für Eure Zukunft!
Helmut
Zilk
Für
alle, die mit dem tollen Angebot hier auf www.lehrberuf.info
eine
Lehrstelle finden, beginnt jetzt das Berufsleben - und ein neuer Lebensabschnitt.
Ein anderer geht zu Ende: die Schulzeit.
Manche
werden vielleicht später zurückkehren - in eine Abendschule,
ein Kolleg, eventuell eine Studienberechtigungsprüfung machen und
studieren .... Aber ganz egal, ob ihr irgendwann noch mal die Schulbank
drückt oder nicht: In jedem Fall werdet ihr weiter lernen müssen.
Euer
künftiger Beruf wird alle paar Jahre ganz neue Herausforderungen
stellen, wenn ihr etwa an KFZ-Mechaniker denkt, die heute oft als erstes
einen Laptop an ein Auto anschließen, um einen Defekt zu finden.
Vor ein paar Jahren war das noch undenkbar und ein Mechaniker hatte
beruflich nie mit einem Computer zu tun. Manche Berufe von heute wird
es in ein paar Jahrzehnten gar nicht mehr geben - so wie vor ca. 25
Jahren im Journalismus die Setzer und Drucker "ausgestorben"
sind, weil Zeitungen heute elektronisch produziert werden und nicht
mehr im "Bleisatz".
Und
viele von euch werden mit 40 oder 50 nicht mehr den Beruf haben, den
sie in den nächsten Jahren lernen werden, weil die Arbeitswelt
viel flexibler geworden ist als noch bei euren Eltern und erst recht
bei euren Großeltern.
Dieses
ständige Lernen wird mitunter anstrengend sein - was es ja auch
in der Schule war. Aber vor allem ist es eine gigantische Bereicherung
für euer Leben. Und diese Bereicherung wird noch größer,
wenn ihr nicht nur lernt, was ihr
für eure Berufe braucht, sondern auch noch möglichst viel
anderes: über Literatur, Musik, Geschichte, Politik, Geografie
oder die Natur. So werdet ihr an jedem einzelnen Tag klüger werden.
Und das ist doch irgendwie auch der Sinn des Lebens, oder? Wozu sollte
man auch älter werden, wenn man nächstes Jahr noch genau so
wenig weiß wie heute?
Es
gibt nichts Spannenderes im Leben als etwas Neues zu lernen. Und das
solltet ihr nicht vergessen, wenn ihr das letzte Mal durch's Schultor
hinaus geht und in's Berufsleben hinein. Jetzt geht's erst richtig los
...
Have fun!
Armin
Wolf
Foto:
ORF
Hier
findest du ein positives Beispiel von Politik:
Ein
engagierter Lehrer möchte seinen Schülern bei der Lehrstellensuche
helfen. Er bringt ihnen nicht nur bei, wie man ein Bewerbungsschreiben
verfasst und wie man sich in ansprechender Form bei einer Firma vorstellt.
Allein damit hätte er seine Pflicht bereits erfüllt. Nein,
ihm ist das nicht genug.
Er
wird bei Behörden vorstellig, er vertraut nicht den diversen Arbeitsvermittlungen
allein, er setzt auf Zivilcourage und schafft Netzwerke.
Das
Ergebnis ist diese ansprechende Lehrstellenbörse, mit extrem einfacher
Bedienung für Lehrstellensuchende und Lehrstellenanbieter.
Enthalten
sind alle wichtigen Karriereinfos. User können Musterbewerbungen
und Musterlebensläufe downloaden und als Vorlagen für eigene
Bewerbungsschreiben verwenden.
Ein
Interessenstest hilft, die verborgenen Berufswünsche leichter erkennen
zu können.
Aber
eines gibts nur hier: Man kommt mit 1 (!) Klick zum Job.
Hut ab, Hubert.
Karin
Resetarits
(Ehemalige ORF-Moderatorin und
Abgeordnete zum EU-Parlament)
Foto:
Liberales Forum (LIF)
Seit
dem Jahr 1987 lese ich - soweit es meine Zeit erlaubt - an Schulen
in Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium.
Nach den Lesungen (egal ob für Volks- Haupt- oder Maturaklassen)
diskutiere ich mit den Schüler und Schülerinnen.
Fast immer werde
ich natürlich gefragt, wie ich Schauspielerin geworden bin und
was dazu alles notwendig sei. Ich erzähle dann von meinen Ausbildungen,
Engagements, Theater und Fernsehen,und natürlich auch über
Theaterrollen und Theaterstücke.
Es gab immer wieder Schüler, die mir nach einiger Zeit selbst
geschriebene Texte zusandten und mich um meine Meinung darüber
gefragt haben. Nach bestem Wissen und Gewissen werden alle diese Nachrichten
von mir auch persönlich beantwortet. Was mich aber immer wieder
freut ist, einige Schüler für das Theater oder für
die Literatur zu gewinnen.
Besonders was
das Lesen der Jugend betrifft, wird seitens der Deutschlehrer leider
viel zu wenig getan !!!
Sie werden verstehen, daß ich natürlich großteils
nur über meinen Beruf erzählen kann. Da ich aberdoch schon
im fortgeschrittenen Alter bin, kann man vieles auch als Lebensweisheit
betrachten und auf mehrere Varianten für spätere Berufszweige
ausdehnen. Wenn es meine Zeit erlaubt würde ich es viel öfter
tun, da ich (fast immer) beglückt bin mit den jungen Menschen
zu plaudern und die jeweiligen Programme immer mit enormen Erfolg
aufgenommen wurden.
Mit besten Grüßen
und Wünschen verbleibe ich
Prof. Brigitte Neumeister