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Lehrlingseinkommen (Lehrlingsentschädigung) und Berufsbeschreibung

Die angeführte Lehrlingsentschädigung (Brutto) ist ein MITTELWERT aus dem höchsten und niedrigsten Betrag im jeweiligen Lehrberuf. Dieser unterscheidet sich teilweise sehr stark nach Branchen.

Die genauen Zahlen findest du in den aktuellen
Kollektivverträgen (Quelle: ÖGB)

Telefonische Auskunft bekommst du auch bei unserem Partner ÖGJ - Österr. Gewerkschaftsjugend
Telefon: 01-53444-666 oder bei den 9 Gewerkschaften, wenn du deine Branche kennst.

Nützliche Informationen zu diesem Beruf 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr

Berufsschulen
Polytechnische Schulen
Berufsbildende Schulen
Quelle: BMUKK

550

740

970

1180


Berufsbeschreibung (Quelle: AMS)

AnlagenelektrikerInnen betreuen Anlagen und Maschinen in Industriebetrieben. Die Tätigkeiten reichen vom Stromanschluss über das betriebliche Stromverteilernetz bis zur Steuerung und Regelung von
Maschinen, Anlagen und Prozessen. Sie führen Montage-, Installations-, Reparatur- und Wartungsarbeiten an Stark- und Schwachstromanlagen sowie an (elektro-)pneumatischen und (elektro-)hydraulischen Anlagen durch. Sie bauen Steuer- und Regelanlagen für Produktions- und Werkzeugmaschinen und Fertigungsanlagen und führen Umbauten, Wartungs- und Reparaturarbeiten an bereits bestehenden Anlagen durch (Leitungen, Geräte, Maschinen, Produktionseinrichtungen und Steuerungen).

AnlagenelektrikerInnen arbeiten auch in Energieversorgungsunternehmen, wo sich ihr Aufgabenfeld von der Errichtung der Anlagen (z.B. Errichtung von Umspannwerken, Ortsnetzverteilern, Fernsteuerungseinrichtungen von Energieversorgungsanlagen) über die Durchführung von Schutzmaßnahmen (Überprüfung neu errichteter Anlagen) und die Störungsbehebung bis zu Tätigkeiten in der Hauptschaltwarte erstreckt (Steuerung der landesweiten Stromversorgung z.B. durch Zu- und Abschalten von Kraftwerken).

Beim Bau von Schalt- und Steueranlagen (z.B. von industriellen Produktionsmaschinen) fertigen die AnlagenelektrikerInnen zunächst Stromlauf-, Schalt-, Verdrahtungs- und Montagepläne an. Diese Arbeiten werden heute zunehmend computerunterstützt am Bildschirm durchgeführt, wobei spezielle Konstruktionsprogramme (CAD-Software, Computer aided design = computergestütztes Design) verwendet werden. Die AnlagenelektrikerInnen erstellen Materiallisten und besorgen aus dem Materiallager des Betriebes die notwendigen Bauteile und Baugruppen, die meist industriell vorgefertigt erhältlich sind. Wenn spezielle Bauteile erforderlich sind (z.B. beim Bau von Sondermaschinen), fertigen sie diese mitunter auch selbst an, wobei sie verschiedene Techniken der Metallbearbeitung (Feilen, Sägen, Bohren, Drehen, Fräsen, Nieten, Löten und Schweißen) anwenden.

Die AnlagenelektrikerInnen befestigen die elektrischen Bauteile und Baugruppen im Schaltschrank und montieren Kontroll- und Befehlseinrichtungen (z.B. Prüflampen, Taster, Schalter) an der Außenseite des Schrankes. Danach stellen sie mit meist flexiblen, isolierten Leitungen über Kabel- und Verdrahtungskanäle die elektrischen Verbindungen zwischen den montierten Bauteilen her. Nach dem Zusammenbau des Steuer- und Schaltschrankes überprüfen sie alle elektrischen Funktionen des Schaltschrankes, wobei sie verschiedene Mess- und Prüfgeräte und Simuliereinrichtungen einsetzen. Dabei achten sie auf die Einhaltung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, auf elektrische und mechanische Schutzmaßnahmen (z.B. elektrische Schutzschalter, Strom-Erdungen, Isolierungen, automatische Maschinenabschaltungen zur Vermeidung von Unfällen im Falle von Bedienungs- oder Funktionsfehlern) und auf Störungen.

Bei vollautomatischen, elektronisch gesteuerten Maschinen und Anlagen installieren die AnlagenelektrikerInnen die erforderlichen Computersteuerungsprogramme und setzen Bauelemente der Digitaltechnik und Sensorik ein. Heute werden zunehmend sogenannte speicherprogrammierbare Steuerungen eingesetzt, die eine flexiblere und leistungsfähigere Steuerung der Maschinenfunktionen ermöglichen.

Bei Störungen an einer elektrischen Anlage des Betriebes überprüfen die AnlagenelektrikerInnen anhand von Stromlauf- und Schaltplänen und mit verschiedenen Messgeräten die elektromechanischen, pneumatischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Bauteile und deren Verbindungen, um die Störungsursache festzustellen. Dann reparieren sie die fehlerhaften Bauteile bzw. tauschen diese aus.

Bei Fehlern im elektronischen Bereich stellen die AnlagenelektrikerInnen anhand von Schaltplänen, auf denen die Funktionen einzelner Bauteilgruppen (Module) angegeben sind, die als Störungsursache in Frage kommenden Bauteilgruppen fest und tauschen diese aus. Funktionsgestörte Module leiten sie an die Herstellerfirmen weiter oder reparieren sie in der Werkstatt.

AnlagenelektrikerInnen installieren, warten und reparieren auch Signal-, Klima-, Telefon-, Informations- und Datenanlagen eines Betriebes. Bei Bedarf verlegen sie Kabel, Stromschienen, Freileitungsdrähte und Erdkabel im Betriebsgelände. Sie installieren Beleuchtungen, tauschen defekte Bauteile und Baugruppen aus und erneuern Installations-, Steuer-, Signal- und Befehlsgeräte.

Lehrzeit: 4 Jahre 

 


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